16. Juli 2026
In Enzberger Kindergärten: Eltern beklagen fehlende Plätze und angespannte Personalsituation
Mühlacker-Enzberg. Seit längerer Zeit In beiden örtlichen Kindergärten ein deutlicher Mangel an Betreuungsplätzen, sowie personelle Engpässe sorgen für Unmut bei den betroffenen Eltern in Enzberg. Stadtrat Frank Alber nahm sich der Klagen an und veranlasste, dass die Fraktion der Freien Wähler in einem Antrag die Verwaltung auffordert, dem zuständigen Ausschuss des Gemeinderats über die aktuelle Situation der beiden Kindergärten „Pusteblume“ auf den Spitzäckern und „Regenbogen“ im alten Ortskern Bericht zu erstatten.
Hintergrund des Antrages sei auch, dass Eltern beklagten, dass die seit Jahren schwierige Kindergartensituation von der Verwaltung nicht ausreichend wahrgenommen werde, so ein Vorwurf aus der Bevölkerung. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl verfüge Enzberg über die wenigsten Kindergartenplätze aller Ortsteile wird weiter beklagt. Positiv sei zu vermerken, ergänzt hierzu Stadträtin Miriam Lindauer, dass die Verwaltung dem Gemeinderat vorgeschlagen hatte, einen Naturkindergarten mit 20 Plätzen einzurichten, was dann auch mit großer Zustimmung beschlossen wurde. Dieser hätte nach den Sommerferien in Betrieb gehen sollen und damit kurzfristig eine Entlastung gebracht. Durch eine zu erwartende Baustelle der Bodenseewasserversorgung könne der vorgesehene Platz oberhalb des Friedhofes auf absehbare Zeit nicht genutzt werden, so die Auskunft der Verwaltung. Dazuhin, so hieß es, sei der vorgesehene Betreiber überraschend aus persönlichen Gründen vom Vertrag zurückgetreten. Man dränge nun seitens der Fraktion darauf, dass es im Interesse der auf einen Betreuungsplatz wartenden Eltern der Verwaltung schnell gelingen möge, Ersatz für einen Betreiber zu finden.
In dem Antrag wird die Stadtverwaltung dazuhin aufgefordert, auf die angespannte personelle Situation speziell auch der Enzberger Kindergärten einzugehen, so Fraktionsvorsitzender Rolf Leo. Denn häufige Personalfluktuationen hätten Ursachen, und die müssten aufgearbeitet werden. Als weiteren Punkt fragt Fraktion, ob es richtig ist, dass es die Verwaltung bislang ablehne, Erzieher/innen in Kindergärten zu beschäftigen, die in derselben Einrichtung ihr eigenes Kind zur Betreuung unterbringen wollten. In anderen Städten sei dies durchaus möglich, was dazu geführt habe, dass in Mühlacker wohnende Erzieherinnen ihren Arbeitsplatz dort suchten, wo diese Möglichkeit bestehen würde. Wenn es an geeignetem Fachpersonal fehle, sollte diese Verfahrensweise ebenfalls in Betracht gezogen werden, so die Fraktion abschließend.