19. März 2024

Fehlentwicklungen in der Industriestraße und im Kißlingweg verhindern

Mühlacker. Durch die Aufstellung von Bebauungsplänen im Bereich des Gebiets entlang der Industriestraße und des Kißlingwegs erhoffen sich Mühlackers Freie Wähler drohende Fehlentwicklungen zu verhindern, so ihr Vorsitzender Rolf Leo.

Durch Insolvenzen und Schließung langjähriger Traditionsbetriebe sei zu befürchten, dass einstige Gewerbeflächen, wie schon in vergangenen Jahren zu beobachten, als Domizil für religiöse und interkulturelle Gemeinschaften, sowie auch in Sport- und Fitnessstudios umgewandelt würden, ergänzt Fraktionsvize Ulrich Hagenbuch. In einem Antrag fordere man deshalb, dass die Stadtverwaltung beauftragt werde, zügig die Aufstellung von Bebauungsplänen in die Wege zu leiten. Dies sei notwendig, um beispielsweise durch Veränderungssperren eine rechtliche Handhabe gegen unerwünschte Entwicklungen zu besitzen. 

Da es auch in Mühlacker schwierig geworden sei, im Außenbereich weitere Flächen für Industrie- und Gewerbeansiedlungen auszuweisen, sei man auf die Nachverdichtung und Erneuerung der seitherigen Gewerbegebiete angewiesen. In den vergangenen Jahren seien nötige Aufstellungsbeschlüsse für Bebauungspläne im Bereich der Industriestraße auch an diffizilen Eigentumsverhältnissen gescheitert, bedauert man seitens der Fraktion. Oft hätte man auch von Verkäufen zu spät erfahren, oder die Verwaltung hätte auf entsprechende Signale nicht reagiert. Deshalb seien eine Reihe von Umnutzungen nicht zu verhindern gewesen. 

Klima- und Landschaftsschutz, notwendige Wasserschutzgebiete und der Erhalt landwirtschaftlicher Flächen machen die Ausweisung neuer Gewerbe- und Industriegebiete beispielsweise entlang der beiden Bundesstraßen äußerst schwer. „Da sich in Mühlacker ansässige Gewerbe- und Handwerksbetriebe an uns Stadträte gewandt haben, die dringend Flächen oder leerstehende Hallen suchen, wissen wir um den Bedarf“, so die Stadträte Frank Alber und Rolf Leo für die Fraktion. Um die gewerbliche und industrielle Entwicklung Mühlackers nicht zu gefährden, müsse deshalb alles getan werden, um die seitherigen Gebiete in ihrer ureigenen Funktion zu erhalten. 

 

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